Vom Giebel zum Flachdach
Wer schon eine Weile im Dättnau wohnt, kennt das Gefühl: Man schaut auf ein vertrautes Stück Land und plötzlich steht da ein Mehrfamilienhaus, wo früher ein Einfamilienhaus mit Garten war. Kein Aufschrei, keine Volksabstimmung, einfach so. Bagger, Kran, fertig. Der Nachbar hat es vermutlich zuerst bemerkt. Was ist da eigentlich passiert? 50 Jahre, drei Welten Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück. Winterthur hat seine erste gesamtstädtische Bau- und Zonenordnung 1969 eingeführt, ganz im Geiste des Wachstums. Mehr Platz, mehr Häuser, mehr Menschen. Das Dättnau wuchs und mit ihm der Traum vom Eigenheim mit Garten. Das war die erste Welt. In den 1980er Jahren folgte die Ernüchterung. Wertvolle Quartierstrukturen waren verbaut worden, der Ortsbildschutz rückte in den Vordergrund. Man begann zu bewahren, statt zu bauen. Die zweite Welt. Heute leben wir in der dritten: Verdichtung nach innen. Die Wohnfläche pro Person ist seit den 1970ern stark gewachsen, die Haushalte sind gleich
25. August 2026